Einführung zu Advaita
Advaita ist ein Sanskrit Wort, das "Nicht Zweiheit" bedeutet. Advaita ist weder Philosophie noch Religion. Nicht-Dualität ist eine Erfahrung, in der es keine Trennung zwischen Subjekt und Objekt, einem "Ich" und der Welt, einem "Ich" und Gott gibt. Es ist die Erfahrung des Bewusstseins, unserer wahren Natur, das sich als absolute Seligkeit, Liebe und Schönheit ofenbart. Bewusstsein wird definiert als das, was immer es ist, das dieser Worte hier und jetzt bewusst ist.
Ein Weise ist nicht unbedingt ein spiritueller Lehrer, noch ist ein spiritueller Lehrer unbedingt ein Weise. Ein Weise ist einer, der bewusst als Gewahrsein lebt. Da Gewusstsein unpersönlich und universal ist, gibt es nur einen Weisen, der jenseits der oberflächlichen Unterschiedlichkeiten über Rasse, Geschlecht, Alter, usw steht. Ramana Maharshi, Krishna Menon and Jean Klein waren solche Weisen, die im zwanzigsten Jahrhundert gelehrt haben.
Ramana Maharshi verwendete die Selbstuntersuchungs Methode mit den meisten Schülern. Der Student, der Selbstuntersuchung praktiziert konzentriert sich an der Quelle der Ich-Gedanken und der Ich-Gefühle, wenn immer sie auftauchen. Wenn die Erleuchtung stattgefunden hat, setzt sich der Selbstuntersuchungsprozess mühelos fort. Die Aufmerksamkeit richtet sich spontan zu der Quelle am Ende jedes Gedankens und Gefühls zurück und das Konzentrieren ist nicht mehr notwendig.
Studenten, die bereit sind, können auch unmittelbar zu der Erfahrung ihrer wahren Natur durch die stille Anwesenheit ihres Gurus geleitet werden, oder indem sie die Wahrheit von seinen Lippen höhren. Das wird den "Direkten Weg" genannt, den von Ramana Maharshi, Krishna Menon, Jean Klein und anderen gebraucht wurde. Der Prozess der Selbstrealisierung entwickelt sich spontan weiter, bis das Körper-Mentale-Welt ruht in Stille und Glückseligkeit. Alles, was über die Nichtzweiheit Erfahrung gesagt werden kann, ist am besten ein schwacher Ersatz, ein bloser Hinweis. Zen Buddhismus verwendet das Beispiel eines Fingers, der zum Mond zeigt: selbst wenn der Finger zum Mond zeigt, gehören doch Finger und Mond zwei verschiedenen Welten an.
Advaita tanscendiert alle Religionen, Philosophien und Nationalitäten. Es entzweit nicht, sondern vereint. Fanatische Mitglieder von verschiedenen Religionen können niemals vereinstimmen über ihre religiöse Konzepten, aber Weisen von verschiedenen Hindergründen werden sich niemals über ihre gemeinsame Erfahrung der Nicht-Dualität auseinandersetzen.
Nicht-Zweiheit liegt im Herzen von Hinduismus, Sufismus, Zen Buddhismus, Kashmir Shivaismus und den Lehren von Christus.
Hinduismus: "Das , was nicht ist, (Objekte als vom Selbst getrennt) niemals kommt in Existenz, und das, was ist, niemals vergeht." (Baghavad Gita)
Hinduismus, Kashmir Shivaismus: "Oh Wunder! diese Illusion, Ebenso in Verschiedenheit ausgedrückt, ist nichts Anderes als Bewusstsein, Eins ohne Zweites. Ha, alles ist reines, selbstbewusstes Sein." (abhinavagupta)
Sufismus: "Es gibt nichts, das nicht Gott ist."
Zen Buddhismus: "Frage: Wenn Der Klang endet, endet auch Gewahrsein?
Antwort: Gewahrsein endet niemals." (Hui Hai)
Hinduismus, Kashmir Shivaismus: " Die Welt erwacht wenn Du erwachst, und verschwindet wenn Du Dich zurückziehst. Deswegen ist die ganze Existenz und Nicht-existenz eins mit Dir.' (Abhinavagupta)
Christenheit: "Jesus sagte: "Ich" ist das Licht (des Bewusstseins), das über alle Dinge scheint. "Ich" ist das Ganze, aus dem alles entspringt und zu dem alles zurückkehrt." (Thomas, 186)
Erleuchtung ist die plötzliche Erkennung, dass Nicht-Zweiheit schon war, und immer die Realität unserer Erfahrung sein wird. Zweiheit ist eine Illusion. Bewusstsein ist nicht privat und persönlich, sondern unpersönlich, universel und ewig. Es gibt kein beschränktes und persöliches Wesen, kein bewusstes Ego. Das Ego ist ein wahrgenommemes Objekt, nicht das allumfassende Gewahrsein.
Selbstrealisierung liegt am Ende des Stabilisierungsprozesses, der der Erleuchtung folgt. Sie ist eine ununterbrochene Erfahrung der Stille, Seligkeit und Freiheit unserer wahren Natur. Die Welt wird im Licht des Unpersönlichen Bewusstseins betrachtet. Sie offenbart sich als ein unendliches Wunder, ein göttliches Feuerwerk das sein unsichtbarer Ursprung feiert.
Ein lebender Guru (spiritueller Lehrer) ist in meisten Fällen nötig, um Erleuchtung und Selbstrealisation zu unterstützen. Ebenso der Karana Guru, dessen Rolle ist, dem Studenten durch die letzten Stufen der Realisation zu helfen, dem Schüler als ein getrenntes menschliches Wesen erscheint, ist er (oder sie) bewusst gegründet als universales Bewusstsein. Er sieht den Studenten als sein eigenes Selbst. Als das Bewusstsein in dem Schüler für was es wirklich ist erkannt wird, resoniert es mit der stillen Anwesenheit des Gurus. Das Mentale des Studenten wird allmählich und mysteriös still, mit oder ohne Worte, bis er ein Funken der ursachlosen Seligkeit seiner wahren Natur erkennt. Eine Beziehung der Liebe, Freiheit und Freundlichkeit fängt an, die zu der spontane Stabilisation des Suchenden in Freude und Frieden führt.
Ein echter Karana Guru sieht sich niemals als besser oder schlechter als jeden anderen, noch hält er sich für einen Weisen oder einen unwissenden, einen Lehrer oder einen Schüler. Diese unpersönliche Einstellung verströmt ein einmaliges Parfüm der Freundschaft und Freiheit, das die Bedingung für den Erfolg der letzten Stufen des Selbstrealisierungsprozesses ist.